MDK-Qualitätsprüfung Sehr gut

MDK-Qualitätsprüfung „Sehr gut“

Neben weiteren zahlreichen Institutionen, die eine vollstationäre Pflegeeinrichtung wie den Seniorensitz am Hegen unangemeldet aufsuchen und nach vorgegebenen Kriterien prüfen, gehört der Medizinische Dienst der Krankenkassen wohl zu den bekanntesten und auch zu den wichtigsten Prüforganen.

Ziel der unangemeldeten Qualitätsprüfung ist es, mit Hilfe von verbindlichen Richtlinien, die als Grundlage zur Erfassung der Qualität in Pflegeeinrichtungen dienen, gemeinsame und vergleichbare Kriterien aufzustellen. Das System soll die Qualität in stationären Pflegeeinrichtungen kontinuierlich steigern und für den Endverbraucher eine einfache Darstellung der Pflegequalität darstellen. Denn mit Hilfe eines Schulnotensystems wird dem Endverbraucher bei der Suche einer passenden Einrichtung ein Instrument zur Auswahl mit an die Hand gegeben.

In diesem Jahr fand die Prüfung früher als gewohnt statt. Kurz vor 09:00 Uhr betrat ein Prüferteam den Seniorensitz am Hegen. In einem kurzen Vorgespräch wurde dann die Vorgehensweise besprochen und per Zufallsprinzip wurden neun Bewohner aus den unterschiedlichsten Pflegegraden ausgewählt. Die zufällig ausgewählte Stichprobe von lediglich 6 % der gesamten Einrichtung diente nun als Grundlage der umfangreichen Prüfung, die sich über zwei Tage erstreckte.

Die Prüfung erfolgt anhand vorgefertigter Erhebungsbögen, die mehrere Bereiche prüfen. Es findet eine Auswertung der Dokumentation statt. Bei den sogenannten einrichtungsbezogenen Kriterien wird auf folgendes geachtet und geschaut:

Der Prüfer beobachtet Abläufe in der Einrichtung während der Prüfung und es werden Auskünfte und Informationen von Mitarbeitern und Bewohnern eingeholt. Bei den per Zufall ausgewählten Bewohnern wird dann im nächsten Schritt die personenbezogene Pflegequalität geprüft. Als Grundlage dient die Bewohnerakte, in der sämtliche geplante Maßnahmen schriftlich festgehalten sind. Dies bildet den Schwerpunkt der Prüfung. Hier ist insbesondere die Inaugenscheinnahme der Pflegebedürftigen/Bewohner, die Pflegedokumentation und die Befragungen der Beschäftigten angemessen zu berücksichtigen.

Die Ergebnisse der Qualitätsprüfung werden in vier Bereichen aufgeschlüsselt und stellen das Gesamtergebnis dar. In dem ersten Bereich „Pflege und medizinische Versorgung“ werden 32 Kriterien geprüft. Neben der bewohnerorientierten individuellen Risikoeinschätzung (hier wird zum Beispiel ein Sturzrisiko ermittelt und mit Hilfe von entsprechenden Maßnahmen, die geplant werden, minimiert), ist der Umgang mit Medikamenten ein wichtiger Bestandteil. Es wird immer geprüft, ob die geplanten Maßnahmen auch die gewünschte Wirksamkeit erreichen. In diesem umfassenden Bereich hat der Seniorensitz eine Gesamtnote von 1,2 erhalten.

Die nächste Kategorie prüft den Umgang mit demenziell erkrankten Bewohnern. Der Seniorensitz berücksichtigt bei der individuellen Planung von Beschäftigungsangeboten die Biographie der Bewohner. Auch werden die Räumlichkeiten und das Speiseangebot entsprechend angeboten, sodass hier ein sehr gutes Ergebnis von 1,0 erreicht wurde.

Der Betreuung und Alltagsgestaltung der im Seniorensitz lebenden Bewohner wird auch ausreichend Rechnung getragen und die Bewohnerbefragung wurde ebenfalls mit einem sehr gut bewertet.

„Ich bedanke mich bei meinen Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz, denn nur die Arbeit jedes Einzelnen hat zu diesem tollen Ergebnis beigetragen!“

Thomas Fischer, Einrichtungsleiter