Ratgeber

Einzug in die Einrichtung: Soziale Integration schnell und sicher ermöglichen

Von Geburt an sind wir alle individuell. Im Laufe des Lebens entwickelt jeder seinen eigenen Charakter. Vorlieben und Abneigungen treten zum Vorschein.  Die Umwelt und auch das Umfeld prägt unsere Persönlichkeit. Demnach gestalten wir auch unseren Alltag. Persönliche und berufliche Ziele werden gesetzt, wir wissen was wir wollen und was uns gut tut.

Leider kann es möglich sein, dass man im Leben an einen bestimmten Punkt kommt, wo man aufgrund einer Erkrankung den Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen kann.

Im Alter zieht man es in Erwägung in eine Senioreneinrichtung zu ziehen. Und genau an diesem Punkt fangen die Fragen an!

Werde ich mich da wie zu Hause fühlen? Was mache ich den lieben langen Tag? Wer kümmert sich um mich, wenn ich nicht weiter weiß. Wen kann ich fragen, wenn ich Wünsche oder Kritik habe? Der Seniorensitz am Hegen hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, die Lebensqualität und die Selbstständigkeit der  im Haus lebender Senioren, größtmöglich zu fördern und zu erhalten.

Uns ist es wichtig, dass sich die Senioren bei uns wohl fühlen und ihren gewohnten Ablauf, wie dieser vor Einzug in die Einrichtung war, weiter strukturieren können.

Wie genau die soziale Integration im Hegen aussieht, möchten wir Ihnen folgernd näher beschreiben. Am Tag des Einzugs wird der neue Bewohner von unserem Case Management und den Pflegekräften in Empfang genommen. Wichtige Informationen werden möglichst schnell ermittelt. Beispielsweise können Informationen über die Krankheitsgeschichte, Essgewohnheiten, Allergien, Medikamentenplan, usw.,  von Bedeutung sein.

Die Pflege ermittelt dann den Bedarf der notwendigen Unterstützung bei der Morgenpflege, erfragt die Ruhe- und Schlafgewohnheiten. Die pflegerischen Risikobereiche (zum Beispiel Sturzgefahr, Dekubitusgefährdung, Schmerz und Ernährung) werden ebenso zeitnah ermittelt. Dieses hat zum Ziel bereichsübergreifend den Bedarf festzustellen und ressourcenorientiert zu handeln.

Im Anschluss stellt sich der Begleitende und soziale Dienst vor. Die Mitarbeiterin der Ergotherapie führt den Bewohner durch die Einrichtung, zeigt die verschiedenen Mahlzeitenräume und bietet Orientierung.

Anhand der Befunderhebung werden weitere Daten ermittelt, wie zum Beispiel: Frühere Tagesstruktur, gewünschter Tagesablauf, Ziele während des Aufenthalts, relevante biografische Daten (Ängste, existenzielle Erfahrungen usw.) und die Relevanz für die Ergotherapie.

Im geriatrischen Bereich ist jeder Mensch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen individuell. Aufgrund dessen schaut sich die Ergotherapie mehrere Bereiche an, u.A. den motorischen, psychosozialen, kognitiven und auch den lebenspraktischen Bereich an.

Die Problemerhebung aus dem Pflegebereich koppelt sich mit den Defiziten aus der ergotherapeutischen Befunderhebung. Anhand der gemeinsam erstellten Therapieplanung, wird mit dem Bewohner, an dem für ihn priorisierten Zielen gearbeitet. Anknüpfend hierzu beschäftigen sich die Betreuungskräfte und Pflegekräfte mit der gezielten Umsetzung der Tagesstruktur. Diese unterstützen bei der Knüpfung neuer sozialer Kontakte, motivieren die Senioren zur Teilnahme an den internen Gruppenaktivitäten und bieten je nach Bedarf individuelle Einzelbetreuung.

Für alle Menschen gelten die Ziele die Selbstständigkeit und das Wohlbefinden so lange es geht zu erhalten. Das Team im Seniorensitz am Hegen unterstützt Sie bei der Umsetzung ihrer individuellen Wünsche!

_____________________________________________________________________

Bewegungsdrang bei demenziell veränderten Senioren

Im fortgeschrittenen Stadium einer Demenz können eine Menge Symptome auf den Betroffenen zukommen. Gedächtnisverlust, Schwierigkeiten eigene Wünsche in Worte zu fassen, Orientierungsstörungen, Rückzugstendenz oder aber auch die Hinlauftendenz…
Mittlerweile wissen wir, dass die Betroffenen nicht einfach so „weglaufen“, sondern sich mit einem bestimmten Ziel auf den Weg machen. Wo sie hinwollen ist nicht immer nachvollziehbar, aber der Demenzkranke folgt einem inneren Drang: Er meint an einem bestimmten Ort etwas erledigen zu müssen. Beispielsweise zu arbeiten, Kinder aus der Schule abzuholen usw.

Dies klingt für Außenstehende erstmal nicht  logisch.

Und trotzdem ist es wichtig den Bewegungsdrang zuzulassen, aber warum?

Der Mensch wurde mit fünf Sinnen und der Wahrnehmung ausgestattet. Augen, Nase, Ohren, Mund und der wichtigste Sinn- sich selbst

Spüren! Funktionieren die Sinne, fühlen wir uns wohl, lassen die Sinne nach, geraten wir aus dem Gleichgewicht. Lässt die Bewegung und die Körperwahrnehmung nach, löst dieses nicht selten Angst-, und Aggressionszustände aus.

Haben die Sinne an der demenzerkrankten Person  nachgelassen und das einzig Vorhandene  die Fortbewegung ist,  ist es wichtig den Betroffenen die Bewegung zu ermöglichen.

Denn dies ist der einzige Weg sich selbst zu spüren und wahrzunehmen.
„Sentio ergo sum“

(Ich spüre mich, also bin ich)

Abgeleitet von dem französischen Philosophen

 _____________________________________________________________________

Fit im Alltag mit Gedächtnistraining

Hmm…gerade noch hatte ich den Gedanken noch im Kopf, dieser ist nun weg… Was wollte ich nochmal?“
Geht es Ihnen manchmal auch so? Fehlt Ihnen manchmal auch das passende Wort oder Sie stehen vor einem Regal im Supermarkt und wissen nicht mehr was Sie holen wollten?
Kommt es Ihnen dann vor, als ob das Gedächtnis mit Ihnen einen Streich spielen will?
In jungen Jahren scheint es uns noch nicht zu stören, doch mit dem Alter fängt man doch schon an sich darüber Gedanken zu machen.
Warum ist es also wichtig, auch im Alter geistig fit zu bleiben?

Im Alltag, auch wenn dieser in einer Seniorenresidenz ist, möchte man weiterhin Tätigkeiten des Alltagsgeschehens selbstständig bewältigen. Dazu gehört die Sprache, das Verständnis, die Artikulation, das Kurzzeit-, und Langzeitgedächtnis usw.

Kommuniziert man zu wenig, kann dies auf Dauer zu Defiziten in der Artikulation und im Sprachverständnis führen. Folge daraus ist dann, dass man sich zurückzieht, Kontakte vermeidet und die Gefahr der sozialen Isolation besteht.

Um die kognitiven Fähigkeiten langfristig zu verbessern, haben die Ergotherapeuten des Hegens beschlossen eine Gedächtnistrainingsrunde mit erhöhten Anforderungen aufzubauen.

Übungen werden gezielt an die Fähigkeiten der einzelnen Bewohner angepasst. Dabei werden die Ressourcen gefördert und noch weiter ausgebaut.

_____________________________________________________________________

Gesundheitsrageber: Depressionen

Die Depression ist eine psychische Störung. Eine psychische (oder seelische Störung) ist eine krankhafte Beeinträchtigung der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens, und des Verhaltens. Häufig glaubt man, eine Depression sei ausschließlich eine anhaltende Traurigkeit. Dies ist nicht ganz zutreffend. Eine Depression ist eine

„Störung-“, eine „Krankheit der Stimmungseinengung“.

Wie weit diese Krankheit einen Menschen beeinflusst, wie stark die Symptome sind kann sehr unterschiedlich sein, was mitunter daran liegt das jeder Mensch unterschiedlich ist.

Welche Ursachen gibt es für eine Depression? Wie so häufig in der Medizin ist eine Erklärung nicht so einfach und eindeutig. Generell kann man sagen, dass fast alle erkrankten eine Erblich bedingte „Verletzlichkeit“

aufweisen. Man geht inzwischen davon aus, dass eine Depression durch ein Zusammenspiel aus psychischen (geistigen) und psychosozialen (die Beziehungen mit den Mitmenschen) Faktoren auf der einen Seite, sowie biologischen (Genetische, also erblich bedingte) Aspekten auf der anderen Seite, ausgelöst wird.Weltweit erkranken im Laufe des Lebens ca. 16-20 % aller Erdenbürger einmal an einer Depression. Derzeit sind allein in Deutschland ca. 3,1 Millionen Menschen an einer Depression erkrankt. Frauen erkranken im Schnitt doppelt so häufig wie Männer.

Symptome einer Depression sind unter anderem: Motivationslosigkeit, das Gefühl anhaltender innerer Leere, Schlafstörungen,innere Unruhe, Gedankenkreisen und viele Weitere. Es ist weit mehr als nur eine anhaltende Trauer. Zuletzt sei eine spezielle Art der Depression erwähnt: die Altersdepression.

Statistiken besagen das ca. 13,5% der älteren Generation an einer Depression leiden. Die Anzeichen einer Altersdepression sind nicht grundlegend anders als bei Depressionen in jungen Jahren. Typisch sind neben der schlechten Stimmung unter anderem Abgeschlagenheit, Verwirrtheit, Schlafprobleme, Stimmungs-schwankungen im Tagesverlauf bis hin zu Selbstmordgedanken.

Angehörige erklären sich den sozialen Rückzug mit dem „komisch werden im Alter“. Ärzte verkennen die merkwürdige Stimmungslage als beginnende Demenz. Da die Betroffenen aber selbst meist nicht merken, dass es sich bei ihrer tristen und traurigen Stimmung um eine manifeste Depression handelt, sind vor allem die Partner, Angehörigen und Freunde aufgefordert, bei entsprechenden Anzeichen zu einem Arztbesuch zu motivieren.

_____________________________________________________________________

Sturzprophylaxe

„Was mache ich eigentlich, wenn ich mal hinfalle?“  Diese oder ähnliche Fragen stellten sich unsere Bewohner vom „Seniorensitz am Hegen“ immer öfter. Dies brachte Frau Elke Punzet, unsere Mitarbeiterin des BuSD, die drei Mal in der Woche die Gymnastik im Seniorensitz am Seniorensitz am  Hegen anbietet und Frau Ann-Kathrin Eckle Ergotherapeutin, auf die Idee einen zwei tägigen Workshop zu organisieren, indem genau diese Fragen der Bewohner behandelt werden sollten.

Wie brandaktuell dieses Thema wirklich ist, spüürten Frau Punzet und Frau Eckle gleich am ersten Tag des Workshops. Mehr als 25 Bewohner erschienen pünktlich zu dieser Veranstaltung und waren gespannt, was sie denn gleich erwarten würden. Der erste Tag drehte sich hauptsächlich um das Thema Sturzvermeidung. Mit einem Bewegungstraining aus Kraft und Gleichgewichtsübungen wurde den Bewohnern nahe gebracht, warum gerade im Alter es so wichtig ist so gut wie möglich kräftig und beweglich zu bleiben.

Den Bewohnern wurden Übungen gezeigt, die sie leicht in ihren Alltag einbauen können, wie z.B. „Fahrrad fahren vor dem Fernseher“ oder der „Schenkelgang“ vor dem Mittagessen auf dem Stuhl.

Viele Übungen kamen den Bewohnern auch gleich bekannt vor. Frau Monika Krause warf ein “ Diese Übungen machen wir ja jede Woche mit Elke in ihrer Gymnastik.Es wurden viele Fragen geklärt, was Stürze verhindert und worauf die Bewohner gerade im Alltag achten müssen, damit sie gar nicht erst stürzen.

Am zweiten Tag wurde es dann richtig spannend. Denn nun wollten die Bewohner wissen. „Und wenn es denn nun doch mal passiert ist?

Weiterlesen